Satzung

§ 1 Definition

Die Landesvertretung Akademischer Mittelbau Sachsen versteht sich als unabhängige und überparteiliche Interessenvertretung der an den Hochschulen des Freistaates Sachsen in Lehre, Forschung, Organisation und Krankenversorgung tätigen Beschäftigten mit Hochschulabschluss, insbesondere wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Assistentinnen und Assistenten sowie Hilfskräften, Akademischen Assistenten, Lehrkräften für besondere Aufgaben, Ärztinnen und Ärzten, Oberärztinnen und Oberärzten, Oberassistentinnen und Oberassistenten, Oberingenieurinnen und Oberingenieuren, Lehrbeauftragten, ingenieurtechnischen und sonstigen Personal.

§ 2 Aufgaben und Ziele

Die Landesvertretung tritt für die Stärkung des Akademischen Mittelbaus ein, um eine gleichberechtigte Mitwirkung an hochschulpolitischen und wissenschaftspolitischen Entscheidungen zu erreichen. Insbesondere nimmt sie folgende Aufgaben wahr:

  • Durchsetzung der Mitbestimmung der hochschul- und wissenschaftspolitischen Meinungsbildung im Bereich des Hochschulwesens
  • Kontakte zu und Zusammenarbeit mit anderen Interessenvertretungen an den Hochschulen
  • Durchsetzung des Prinzips „Freiheit in Lehre und Forschung“ für den Akademischen Mittelbau
  • Eintreten für ein gesetzlich verankertes Berufsbild des wissenschaftlichen Mitarbeiters an den Hochschulen
  • Vertretung der Interessen des Akademischen Mittelbaus im Freistaat Sachsen
  • Mitwirkung von hochschul- und wissenschaftspolitischer Meinungsbildung auf Bundesebene
  • Koordinierung und Unterstützung der Arbeit der Mittelbauvertretungen an den Hochschulen
  • Entsendung von Delegierten in andere Gremien

§ 3 Mitgliedschaft

  1. Mitglieder der Landesvertretung Akademischer Mittelbau sind die an den Hochschulen des Freistaates Sachsen nominierten Delegierten.
  2. Die Landesvertretung bleibt offen für die Assoziierung selbständiger, territorial und landesweit organisierter Vereinigungen mit vergleichbarer Zielstellung sowie von Einzelvertretern aus dem Mittelbau. Sie kann selbst assoziiertes Mitglied anderer nationaler und übernationaler Gesellschaften und Vereinigungen werden.
  3. Die Delegierten werden von den Mittelbauvertretern an den Hochschulen direkt entsandt.
  4. Für die Anzahl der stimmberechtigten Delegierten gilt grundsätzlich folgender Schlüssel:
    • Technische Universität Dresden: 8
    • Universität Leipzig: 8
    • Technische Universität Chemnitz: 5
    • Technische Universität Bergakademie Freiberg: 3
    • andere Hochschule und Fachhochschulen mit öffentlich rechtlichem Status im Freistaat Sachsen: je 2

§ 4 Organe

Die Organe der Landesvertretung Akademischer Mittelbau sind:

  • die Delegiertenversammlung als Beschlussorgan
  • der Vorstand als ausführendes Organ

§ 5 Delegiertenversammlung

  1. Die Delegiertenversammlung findet im Abstand von 2 Jahren statt. Auf Verlangen von Mittelbauvertretern mindestens dreier Hochschulen muss innerhalb von acht Wochen eine außerordentliche Delegiertenversammlung einberufen werden. Die Einladung zu einer Delegiertenversammlung hat in der Regel sechs Wochen, mindestens aber drei Wochen vorher durch den Vorstand schriftlich und durch Angabe der Tagesordnung zu erfolgen.
  2. Die Delegiertenversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen wurde und die Mehrheit der nominierten Delegierten anwesend ist. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit, Satzungsänderungen mit einer Mehrheit von Zweidrittel der anwesenden Delegierten gefasst.
  3. Die Delegiertenversammlung wählt den Vorstand.
  4. Die Delegiertenversammlung nimmt den Rechenschaftsbericht des Vorstandes entgegen und beschließt dessen Entlastung.
  5. Die Delegiertenversammlung beschließt eine eventuell vom Vorstand vorgeschlagene Geschäftsordnung.
  6. Satzungs- und Geschäftsordnungsänderungen sowie Anträge auf vorzeitige Neuwahl können nur behandelt werden, wenn sie bereits in der schriftlichen Einladung als Tagungsordnungspunkte aufgeführt sind.
  7. Die Delegiertenversammlung entsendet in der Regel die Delegierten zu den Delegiertenkonferenzen anderer Mittelbauvertretungen. In Ausnahmefällen können die Delegierten durch Beschluss des Vorstandes entsandt werden.

§ 6 Vorstand

  1. Der Vorstand vertritt die Landesvertretung Akademischer Mittelbau nach außen. Ihm obliegt die Führung der laufenden Geschäfte. Der Vorstand ist an die Beschlüsse der Delegiertenversammlung gebunden.
  2. Der Vorstand besteht aus bis zu 18 Mitgliedern aus grundsätzlich 5 verschiedenen Hochschulen. Je ein Vorstandsmitglied sollte aus den vier Universitäten des Freistaates Sachsen sein. Nicht im Vorstand vertretende Hochschulen können zu jeder Sitzung Beauftragte mit beratender Stimme entsenden.
  3. Der Vorstand kann seine Arbeit in einer Geschäftsordnung regeln. Er wählt aus seiner Mitte einen Sprecher und bis zu zwei Stellvertreter, die jeweils verschiedenen Hochschulen angehören sollten. Sie bilden den geschäftsführenden Vorstand.
  4. Dem Vorstand gehören auch assoziierte Mitglieder an, die von der Delegiertenversammlung, in Ausnahmefällen vom Vorstand, zu bestätigen sind.
  5. Die Vorstandmitglieder werden von der Delegiertenversammlung für zwei Jahre gewählt. Sie bleiben bis zur Wahl eines neuen Vorstandes im Amt. Nachwahl und Wiederwahl ist zulässig. Vorstandmitglieder können durch konstruktives Misstrauen mit der Zweidrittelmehrheit der anwesenden Delegierten abgewählt werden.

§ 7 Auflösung

Die Auflösung der Vertretung Akademischer Mittelbau Sachsen bedarf einer Zweidrittelmehrheit der Delegierten.

§ 8 Inkrafttreten

Die Satzung tritt durch Beschluss der Delegiertenversammlung am 13.07.2015 in Kraft.